Learning Together: Warum die richtige LED-Maske nicht nur Hype ist und worauf es wirklich ankommt

 
 

Die LED-Lichttherapie hat sich in den letzten Jahren von einem Nischenthema zu einer etablierten, nicht-invasiven Behandlungsmethode entwickelt. Sie wird heute nicht nur in dermatologischen Praxen oder im Rahmen kosmetischer Behandlungen eingesetzt, sondern hat zunehmend auch ihren Platz im Heimgebrauch gefunden.

Ich nutze die LED-Masken von CurrentBody bereits seit mehreren Jahren und habe sie dementsprechend über einen längeren Zeitraum hinweg sehr ausführlich getestet. Anhand dieses Beispiels möchte ich euch erklären, worauf es aus kosmetikwissenschaftlicher Sicht wirklich ankommt und wie sich die Qualität eines Geräts einordnen lässt.

Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um eine evidenzbasierte Ergänzung der Hautpflege handelt oder eher um einen Trend, der durch Social Media verstärkt wurde.

Um diese Frage fundiert zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die wissenschaftlichen Grundlagen, die Mechanismen und ganz entscheidend auf die Qualität der Geräte.

Let’s learn together.

Die Entstehung: Von der Raumfahrt zur Hauttherapie

Die Ursprünge der LED-Technologie reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Die Anwendung im medizinischen und kosmetischen Bereich entwickelte sich jedoch deutlich später und eher zufällig. In den 1980er Jahren wurde LED-Licht im Rahmen NASA-finanzierter Forschung eingesetzt, um Pflanzenwachstum unter Raumfahrtbedingungen zu untersuchen. Dabei fiel auf, dass kleinere Verletzungen und Hautirritationen unter dem Einfluss des Lichts schneller abheilten.

Diese Beobachtungen führten dazu, dass LED-Licht zunehmend auf seine therapeutischen Effekte untersucht wurde. Daraus entwickelte sich der Forschungsbereich der Photobiomodulation, der heute sowohl in der Dermatologie als auch in der kosmetischen Wissenschaft etabliert ist.

Wie funktioniert LED-Lichttherapie wirklich?

LED-Lichttherapie basiert auf Photobiomodulation, also der gezielten Beeinflussung von Hautprozessen durch Licht bestimmter Wellenlängen.

Dieses Licht wird in den Zellen aufgenommen, vor allem in den Mitochondrien, unter anderem durch die Cytochrom-c-Oxidase.

Die Folge:

  • erhöhte Energieproduktion (ATP)

  • aktivere Zellprozesse

Wichtig ist: Die Wirkung geht über ATP hinaus und umfasst auch Signalprozesse in der Zelle, zum Beispiel über:

  • reaktive Sauerstoffspezies (ROS)

  • Stickstoffmonoxid (NO)

  • Veränderungen der Genaktivität

Diese Mechanismen können dazu beitragen:

  • die Zellregeneration zu unterstützen

  • Fibroblasten zu modulieren

  • Entzündungen zu reduzieren

Dadurch kann sich das Hautbild verbessern, ohne invasive Eingriffe.

Warum die Wellenlänge entscheidend ist

Nicht jedes Licht wirkt gleich. Entscheidend ist die exakte Wellenlänge. Nur bestimmte Bereiche des Lichtspektrums sind in der Lage, die gewünschten biologischen Prozesse in der Haut auszulösen.

Besonders relevant sind dabei zwei Bereiche: Rotlicht im Bereich von etwa 630 bis 660 nm sowie nahinfrarotes Licht im Bereich von etwa 800 bis 880 nm.

Gerade deshalb ist es ein wichtiger Punkt beim Kauf einer LED-Maske, auf diese Angaben zu achten. Wenn keine konkreten Wellenlängen in nm angegeben sind, lässt sich die potenzielle Wirksamkeit eines Geräts nur schwer beurteilen.

Die CurrentBody LED Maske arbeitet mit:

  • Rotlicht bei etwa 633 nm

  • Nahinfrarotlicht bei etwa 830 nm

  • zusätzlichem Deep Near Infrared bei 1072 nm

Die ersten beiden liegen genau im wissenschaftlich gut untersuchten Bereich. Das zusätzliche Deep Near Infrared soll potenziell auch tiefere Gewebeschichten ansprechen. Für diesen Bereich ist die Evidenz im Vergleich zu den stärker untersuchten Wellenlängen bislang jedoch begrenzter.

Rotes Licht: Regeneration und Hautqualität

Rotes Licht gehört zu den am besten untersuchten Wellenlängen in der LED-Lichttherapie. Es wirkt vor allem auf zellulärer Ebene und kann verschiedene Prozesse in der Haut positiv beeinflussen.

Dazu zählt unter anderem die Modulation der Fibroblastenaktivität, also jener Zellen, die an der Kollagenbildung beteiligt sind. Auch entzündungshemmende Effekte wurden in Studien beobachtet.

Wichtig ist jedoch, die Wirkung realistisch einzuordnen: Es handelt sich nicht um einen direkten oder sofortigen „Kollagen-Boost“, sondern um eine langfristige, unterstützende Wirkung auf die Hautprozesse.

In der Praxis zeigt sich das häufig durch einen gleichmäßigeren Teint, reduzierte Rötungen und eine insgesamt verbesserte Hautstruktur.

Nahinfrarotes Licht: Tiefenwirkung

Nahinfrarotes Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar, kann jedoch aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften tiefer in das Gewebe eindringen als sichtbares Licht.

Es wird vor allem mit Prozessen wie der Unterstützung der Wundheilung, entzündungshemmenden Effekten und einer tiefergehenden Geweberegeneration in Verbindung gebracht.

In Kombination mit rotem Licht kann sich ein synergistischer Effekt ergeben: Während rotes Licht stärker auf oberflächliche Hautprozesse wirkt, ergänzt nahinfrarotes Licht diese durch seine Wirkung in tieferen Gewebeschichten.

Die CurrentBody Maske kombiniert genau diese Wellenlängenbereiche und ergänzt sie zusätzlich durch Deep Near Infrared, um potenziell auch tiefere Gewebeschichten anzusprechen.

Warum nicht jede LED-Maske gleich gut ist

Auch wenn viele LED-Masken auf den ersten Blick ähnlich erscheinen, gibt es aus wissenschaftlicher Sicht deutliche Unterschiede in ihrer tatsächlichen Wirksamkeit. Genau hier trennt sich fundierte Technologie von reinem Marketing.

Ein zentraler Faktor ist die Wellenlänge des Lichts. Wirksam sind vor allem Rotlicht im Bereich von etwa 630 bis 660 nm sowie nahinfrarotes Licht im Bereich von etwa 800 bis 880 nm. Fehlen konkrete Angaben zur Wellenlänge, ist das ein klares Warnsignal, da sich die potenzielle Wirkung des Geräts nicht verlässlich einschätzen lässt.

Ebenso entscheidend ist die Lichtintensität, auch als Irradiance bezeichnet. Sie bestimmt, wie viel Energie tatsächlich in der Haut ankommt. Für eine wirksame Photobiomodulation liegt der sinnvolle Bereich meist bei etwa 20 bis 60 mW/cm². Da dieser Prozess dosisabhängig ist, gilt: Ist die Intensität zu niedrig, bleibt die Wirkung aus. Die CurrentBody Maske liegt mit etwa 30 mW/cm² genau in diesem Bereich.

Auch die Qualität der verbauten LEDs spielt eine wichtige Rolle. Nur echte, hochwertige LEDs liefern die nötige Stabilität und Präzision in der Lichtabgabe. Einfache Lichtquellen oder schlecht spezifizierte Systeme können diese Anforderungen oft nicht erfüllen.

Ein weiterer Punkt ist die Passform der Maske. Je näher das Licht an der Haut ist, desto effektiver kann es wirken. Flexible Masken passen sich dem Gesicht besser an und reduzieren Streuverluste, wodurch eine gleichmäßigere Bestrahlung ermöglicht wird.

Darüber hinaus ist die Transparenz der Marke ein wichtiger Indikator für Qualität. Seriöse Hersteller geben detaillierte Informationen zu Wellenlängen, Leistung und idealerweise auch zu zugrunde liegenden Studien an.

Praxisbeispiel: CurrentBody LED Maske

Die CurrentBody LED Maske gehört zu den bekanntesten Geräten im Home-Use-Bereich und wird häufig als Referenz im Bereich der LED-Lichttherapie genannt.

Aus kosmetikwissenschaftlicher Sicht ist das vor allem darauf zurückzuführen, dass sich das Gerät in vielen Punkten an den Parametern orientiert, die auch in Studien verwendet werden. Dazu zählen insbesondere die eingesetzten Wellenlängen im roten und nahinfraroten Bereich sowie eine ausreichend hohe Lichtintensität, die notwendig ist, um überhaupt eine biologische Wirkung in der Haut auszulösen.

Technische Einordnung

Die Maske arbeitet mit:

  • Rotlicht bei etwa 633 nm

  • Nahinfrarotlicht bei etwa 830 nm

  • einer zusätzlichen Wellenlänge bei 1072 nm

  • einer Lichtintensität von ca. 30 mW/cm²

  • einer empfohlenen Anwendungsdauer von 10 Minuten

Diese Kombination liegt weitgehend im wissenschaftlich gut untersuchten Bereich. Besonders die Wellenlängen im roten und nahinfraroten Bereich sowie die Lichtintensität bewegen sich in einem Bereich, der auch in Studien zur Photobiomodulation eingesetzt wird.

Was die Maske gut macht

Die CurrentBody Maske setzt auf evidenznahe Wellenlängen und eine ausreichend hohe Lichtleistung, wodurch sie sich klar von vielen schwächeren Geräten am Markt abhebt.

Ein weiterer Vorteil ist die flexible Silikonmaske, die sich gut an die Gesichtskonturen anpasst. Dadurch wird der Abstand zur Haut minimiert und Streuverluste reduziert, was eine gleichmäßigere und effektivere Bestrahlung ermöglicht.

Insgesamt entspricht das Gerät damit in vielen Punkten den Parametern, die auch in wissenschaftlichen Untersuchungen verwendet werden.

Kosmetikwissenschaftliches Fazit zur Maske

Die CurrentBody LED Maske ist ein gutes Beispiel für ein Gerät, das auf realistischen, wissenschaftlich nachvollziehbaren Parametern basiert und sich klar von rein marketinggetriebenen Produkten abhebt.

Ergänzend dazu wurde mit Veritace® ein internes Produktions- und Testsystem etabliert, das die Auswahl, Präzision und Leistungsfähigkeit der eingesetzten LEDs überprüft. Jede Maske wird individuell getestet und verifiziert, wodurch eine gleichbleibende technische Qualität sichergestellt werden soll.

Die jeweiligen Testergebnisse können über die zugehörige Veritace®-Karte eingesehen werden, wodurch eine gewisse Transparenz auf Geräteebene geschaffen wird.

Gleichzeitig gilt auch hier: Die Effekte sind stark abhängig von der richtigen Anwendung sowie der Regelmäßigkeit. Es handelt sich um eine unterstützende Maßnahme, nicht um einen schnellen oder invasiven Effekt.

Wenn ihr euch die Maske genauer ansehen möchtet, findet ihr sie hier: LED-Maske

Ihr könnt den Code SELFCARELED nutzen, um 10 % Rabatt zu erhalten, solltet ihr euch für den Kauf eines der Produkte entscheiden. Damit kann man auf jeden Fall etwas sparen.

Die Anwendung: Was wirklich zählt

Für eine sinnvolle Anwendung wird empfohlen:

  • etwa 3 bis 5 Anwendungen pro Woche

  • jeweils ca. 10 Minuten

  • auf gereinigter, trockener Haut

Entscheidend ist dabei nicht nur die Dauer, sondern die tatsächlich abgegebene Energiedosis. Photobiomodulation ist dosisabhängig - zu wenig Energie führt zu keiner Wirkung.

Ebenso wichtig ist die Regelmäßigkeit, da die Effekte auf einer kontinuierlichen Stimulation der Hautprozesse beruhen.

Aus persönlicher Erfahrung:

Ich nutze LED-Lichttherapie am liebsten in meiner Abendroutine, direkt nach der Reinigung auf trockener Haut. So kann das Licht ungestört auf die Haut einwirken.

Gerade in Phasen, in denen meine Haut stärker reagiert, beispielsweise während der Allergiezeit, habe ich das Gefühl, dass sich meine Haut durch die Anwendung schneller beruhigt. Rötungen wirken optisch reduziert und das Hautbild insgesamt ausgeglichener.

Wichtig ist dabei auch hier: Es handelt sich um eine unterstützende Wirkung und keinen sofortigen Effekt, die Regelmäßigkeit macht den Unterschied.

Einen ausführlichen Testbericht mit meinen persönlichen Erfahrungen findet ihr außerdem in diesem separaten Artikel: zum Artikel

Sicherheit und individuelle Faktoren

LED-Lichttherapie gilt grundsätzlich als gut verträglich. Dennoch sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Vorsicht bei photosensibilisierenden Medikamenten

  • bestehende Hauterkrankungen individuell abklären

  • Rosacea ist dabei keine generelle Kontraindikation, kann aber unterschiedlich reagieren, weshalb eine individuelle Einschätzung sinnvoll ist

Realistische Erwartungen

LED-Lichttherapie ist:

  • eine unterstützende Methode

  • langfristig wirksam

Sie ist jedoch kein Ersatz für eine fundierte Hautpflegeroutine und kein schneller Anti-Aging-Fix.

Kurzfristig kann sich die Haut beruhigter zeigen und ein gleichmäßigeres Hautbild entwickeln. Langfristig sind Verbesserungen der Hautstruktur möglich, allerdings nur bei konsequenter Anwendung.

Siehe: Vorher/Nachher-Bild

Hype oder Science?

LED-Lichttherapie basiert auf wissenschaftlich nachvollziehbaren Mechanismen und wird durch zahlreiche Studien gestützt.

Gleichzeitig hängt die tatsächliche Wirkung stark von mehreren Faktoren ab:

  • dem verwendeten Gerät

  • der abgegebenen Dosis

  • der richtigen und regelmäßigen Anwendung

Richtig eingesetzt kann sie eine sinnvolle Ergänzung innerhalb eines ganzheitlichen Hautpflegekonzepts sein - insbesondere in Kombination mit einer an die Hautbedürfnisse angepassten Routine.

Quellen

  1. NASA Research Illuminates Medical Uses of Light

  2. Whelan HT et al. Effect of NASA light-emitting diode irradiation on wound healing. J Clin Laser Med Surg. 2001.

  3. Austin E et al. Visible light. Part I: Properties and cutaneous effects of visible light. J Am Acad Dermatol. 2021.

  4. Wheeland RG, Dhawan S. Evaluation of self-treatment of mild-to-moderate facial acne with a blue light treatment system. J Drugs Dermatol. 2011.

  5. Gold MH et al. Clinical efficacy of home-use blue-light therapy for mild-to moderate acne. J Cosmet Laser Ther.2011.

  6. Goldberg DJ, Russell BA. Combination blue (415 nm) and red (633 nm) LED phototherapy in the treatment of mild to severe acne vulgaris. J Cosmet Laser Ther. 2006.

  7. Liao WT et al. Anti-inflammatory effects induced by near-infrared light irradiation through M2 macrophage polarization. J Invest Dermatol. 2021.

  8. Ng JNC et al. Efficacy of home-use light-emitting diode device at 637 and 854 nm for facial rejuvenation: A split-face pilot study. J Cosmet Dermatol. 2020.

  9. Russell BA et al. A study to determine the efficacy of combination LED light therapy (633 nm and 830 nm) in facial skin rejuvenation. J Cosmet Laser Ther. 2005.

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